Miriam Brunnengräber war bis Ende 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Körpersoziologie.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Menschen mit Behinderungen werden sozial häufig aus dem Feld der Sexualität exkludiert. Ihr Begehren und der gesellschaftliche Umgang damit werden in sozialpädagogischen und aktivistischen Diskursen entsprechend auch als ‚behinderte Sexualität‘ (im Sinne einer gesellschaftlich verhinderten Sexualität) problematisiert. Das Teilprojekt analysiert sexualpädagogische Beratungs- und Begleitungsangebote für Menschen mit Behinderungen als ein Feld „sexueller Humandifferenzierung“, das auf diesen Umstand reagiert. Es fragt aus wissenssoziologischer Perspektive, wie in sexualpädagogischen Diskursen und Praktiken Sexualität als Fähigkeit produziert wird und wie dies mit der Kategorisierung von Körpern und Personen als ‚behindert‘ oder aber mit einem Undoing Disability gekoppelt ist. Dafür werden die Produktion, Vermittlung und Anwendung von verschiedenen Formen sexualitäts- und behinderungsbezogenen Wissens ethnografisch sowie diskursanalytisch untersucht.

Kampfplatz Sexualität. Normalisierung – Widerstand – Anerkennung. (2022). Zeitschrift für Sexualforschung, 35(04), 245-246. DOI
Brunnengräber, M. (2022, Juli 6). Freiheit von oder Freiheit zur Sexualität? Verhandlungen von Autonomie und Sexualität in Debatten der Sexualpädagogik des 20. Jahrhunderts [Online-Blog]. History | Sexuality | Law.
Boll, T., und Brunnengräber, M. (2022). „Veranderungen“ von Körpern mit Behinderungen in sexualitätsbezogenen Diskursen. In Wissen, Kommunikation und Gesellschaft (S. 139-160). Springer Fachmedien Wiesbaden. DOI
Brunnengräber, M. (2020). Gesellschaft unter Spannung: 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (digital), 14.-24.09.2020. Sport und Gesellschaft, 17(3), 333-337. DOI
Lück, D., und Diabaté, S. (2018). Familie in Bildern (FiB 2015). Methodenbericht zur Studie.