Mein Name ist Maik Wiesen und ich arbeite seit Oktober 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich „Humandifferenzierung“. Meine Arbeit ist außerdem assoziiert mit dem Arbeitsbereich „Körpersoziologie“ des Instituts für Soziologie, wo ich derzeit an meiner Dissertation zu sexualpädagogischen Beratungsangeboten für Menschen mit Behinderungen arbeite. Zuvor habe ich einen Bachelor of Arts in Soziologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und einen Master of Science in Medical Anthropology an der University of Oxford absolviert. Während meines Studiums war ich außerdem als Tutor und Hilfswissenschaftler am Max-Weber-Institut in Heidelberg tätig und habe dort den Lehr- und Forschungsbetrieb des Lehrstuhls für Methoden der empirischen Sozialforschung und Sozialstrukturanalyse unterstützt. Darüber hinaus habe ich als studentische Hilfskraft für die „Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften“ am Leibniz-Institut in Mannheim gearbeitet.
Forschungsschwerpunkte
- Körpersoziologie
- Geschlecht, Sexualität, Behinderung
- Ethnographie
- Sozial- und kulturanthropologische Theorien
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Menschen mit Behinderungen werden sozial häufig aus dem Feld der Sexualität exkludiert. Ihr Begehren und der gesellschaftliche Umgang damit werden in sozialpädagogischen und aktivistischen Diskursen entsprechend auch als ‚behinderte Sexualität‘ (im Sinne einer gesellschaftlich verhinderten Sexualität) problematisiert. Das Teilprojekt analysiert sexualpädagogische Beratungs- und Begleitungsangebote für Menschen mit Behinderungen als ein Feld „sexueller Humandifferenzierung“, das auf diesen Umstand reagiert. Es fragt aus wissenssoziologischer Perspektive, wie in sexualpädagogischen Diskursen und Praktiken Sexualität als Fähigkeit produziert wird und wie dies mit der Kategorisierung von Körpern und Personen als ‚behindert‘ oder aber mit einem Undoing Disability gekoppelt ist. Dafür werden die Produktion, Vermittlung und Anwendung von verschiedenen Formen sexualitäts- und behinderungsbezogenen Wissens ethnografisch sowie diskursanalytisch untersucht.